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Neurologische & Spezielle Pflege 10 Min. Lesezeit

Wundrose erkennen: Erysipel bei Senioren, Arzt oder 112?

Wundrose am Bein erkennen: typische Zeichen, Unterschied zu Thrombose und Gürtelrose, wann Arzt oder 112, Behandlung und wie Sie Rückfällen vorbeugen.

Beim Eincremen am Abend fällt es Ihnen auf: Der Unterschenkel Ihrer Mutter ist geschwollen, hellrot und tut bei jeder Berührung weh. Am Nachmittag hatte sie noch über Frösteln geklagt und wollte nichts essen. So beginnt eine Wundrose (Erysipel) häufig: eine bakterielle Infektion der Haut, die früh behandelt meist ohne Folgen ausheilt.

Als Altenpflegerin habe ich viele Wundrosen gesehen, fast immer an den Beinen. Dieser Beitrag zeigt, woran Sie eine Wundrose erkennen, wann Sie 112 wählen, wann der Hausarzt reicht und was Sie gegen Rückfälle tun können.

Auf einen Blick

  • Was es ist: eine bakterielle Infektion der oberflächlichen Hautschichten und Lymphgefäße, oft durch Streptokokken, auch Staphylokokken sind möglich.
  • Typisch: schmerzhafte, relativ scharf begrenzte Schwellung, hellrot glänzend, oft mit Fieber und Krankheitsgefühl schon zu Beginn.
  • Wo: am häufigsten am Fuß oder Unterschenkel, auch im Gesicht.
  • Nicht ansteckend und nicht mit der Gürtelrose verwandt.
  • Thrombose sieht ähnlich aus. Unterscheiden kann das nur die Ärztin oder der Arzt.
  • Behandlung: Antibiotika wie Penicillin, als Tabletten oder über die Vene.
  • Rückfälle: Rund ein Drittel erkrankt erneut, auch nach erfolgreicher Behandlung.
  • Notfall: Bei starken Schmerzen, Fieber mit kaltem Schweiß und Blässe, Übelkeit, schneller Atmung, Herzrasen, Benommenheit oder Verwirrtheit sofort 112, ebenso bei plötzlicher Atemnot oder Brustschmerz.

Was ist eine Wundrose?

Eine Wundrose ist eine Infektion der oberflächlichen Hautschichten und Lymphgefäße durch Bakterien, die über verletzte Haut eindringen. Wird eine Wundrose früh und richtig behandelt, heilt sie laut IQWiG meist ohne Folgen aus.

Die Bakterien gehören oft zur Gruppe der Streptokokken. Staphylokokken können ebenfalls beteiligt sein. Reicht die Entzündung tiefer ins Gewebe, sprechen Ärzte von einer Phlegmone. Sie kann Eiter bilden, die Rötung ist weniger scharf begrenzt, auf heller Haut oft dunkelrot bis leicht lila, und Fieber ist seltener als bei der Wundrose.

Wundrose und Phlegmone zählen zu den häufigen Hauterkrankungen. Wie oft sie genau auftreten, ist nicht bekannt.

Gut zu wissen: Eine Wundrose ist nicht ansteckend. Sie können Ihren Vater weiter umarmen, ihm die Hand halten und das Bett beziehen. Händewaschen gehört trotzdem dazu, wie bei jeder Pflege.

Woran Sie eine Wundrose erkennen

Typisch ist eine schmerzhafte, relativ scharf begrenzte Schwellung, die auf heller Haut hellrot glänzt. Meist kommen schon zu Beginn Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl dazu.

Achten Sie auf diese Zeichen:

  • Rötung mit zungenförmigen Ausläufern, weil sich die Entzündung entlang der Lymphgefäße ausbreitet.
  • Schwellung und Schmerz, oft schon bei leichter Berührung oder beim Anziehen der Socke.
  • Fieber und Krankheitsgefühl, häufig gleichzeitig mit der ersten Rötung.
  • Geschwollene Lymphknoten in der Nähe, etwa in der Leiste, die bei Druck schmerzen.
  • Blasen auf der geröteten Haut bei schweren Formen.

Auf dunklerer Haut ist die Rötung weniger deutlich oder gar nicht sichtbar. Dann zählen Schwellung, Schmerz und Fieber umso mehr.

Bei Demenz sagt Ihre Mutter vielleicht nicht, dass das Bein wehtut. Sie zieht es weg, wenn Sie es berühren, will nicht aufstehen oder ist plötzlich unruhig. Verwirrtheit kann auch ein Warnzeichen für einen ernsten Verlauf sein, dazu unten mehr.

Im Gesicht heißt die Wundrose auch Gesichtsrose. Auch sie gehört noch am selben Tag in ärztliche Hände.

Wundrose oder Thrombose? Und was ist mit der Gürtelrose?

Eine Wundrose lässt sich von einer tiefen Venenthrombose an den Beschwerden allein nicht sicher unterscheiden. Auch die Thrombose kann warme, gerötete Haut, Schwellung und Schmerzen machen. Deshalb gehört jedes rote, geschwollene Bein noch am selben Tag in ärztliche Hände.

Die Ärztin oder der Arzt klärt eine Thrombose mit einem Bluttest (D-Dimer) und einem Ultraschall der Venen ab. Eine Thrombose tritt in der Regel nur an einem Bein auf, mit großflächigen Schmerzen, Spannungsgefühl und manchmal Muskelkrämpfen.

Lungenembolie: Bekommt Ihr Vater plötzlich Atemnot, Brustschmerzen beim Einatmen, Herzrasen oder wird ohnmächtig, wählen Sie sofort 112.

Oberflächliche Venenentzündung: Hier tastet man unter der geröteten Haut einen harten, manchmal knotigen Strang, der beim Abtasten schmerzt.

Gürtelrose: Trotz des ähnlichen Namens hat sie mit der Wundrose nichts zu tun. Sie wird von Viren ausgelöst, nicht von Bakterien. Typisch ist ein meist streifenförmiger Ausschlag mit Bläschen, in der Regel auf einer Körperhälfte, am häufigsten am Rumpf. Vorher fühlen sich viele abgeschlagen und müde. Für Menschen ohne Windpocken ist sie ansteckend, die Wundrose nicht. Mehr dazu im Beitrag Gürtelrose bei Senioren.

Rotes, geschwollenes Bein? Wundrose, Thrombose, Gürtelrose: die Unterschiede. Wundrose: Bakterien, nicht ansteckend. Meist Fuß oder Unterschenkel, auch Gesicht. Schmerzhafte, relativ scharf begrenzte Schwellung. Hellrot glänzend, zungenförmige Ausläufer. Fieber und Krankheitsgefühl oft schon zu Beginn. Tiefe Venenthrombose: Blutgerinnsel in einer Vene. In der Regel nur ein Bein. Großflächige Schmerzen im Bein. Schwellung, Spannungsgefühl. Auch hier warme, gerötete Haut möglich. Gürtelrose: Viren, ansteckend für Menschen ohne Windpocken. Streifenförmiger Ausschlag mit Bläschen. Meist nur eine Körperhälfte, oft Rumpf. Vorher oft müde, abgeschlagen. Gehört immer in ärztliche Behandlung. Wundrose und Thrombose lassen sich an den Beschwerden allein nicht sicher unterscheiden. Das klärt nur die Ärztin oder der Arzt, noch am selben Tag. Quellen: gesundheitsinformation.de (IQWiG), gesund.bund.de.

Wann 112, wann heute zum Arzt?

Bei Zeichen für einen ernsten Verlauf rufen Sie sofort den Rettungsdienst unter 112. Ohne diese Zeichen gehört der Verdacht auf eine Wundrose noch am selben Tag zur Hausärztin oder zum Hausarzt, außerhalb der Sprechzeiten zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.

Sofort 112 laut IQWiG bei:

  • starken Schmerzen
  • Fieber mit kaltem Schweiß und Blässe
  • Übelkeit
  • beschleunigter Atmung oder Herzrasen
  • Bewusstseinsstörungen, etwa Benommenheit oder Verwirrtheit

Diese Zeichen können auf eine Blutvergiftung (Sepsis) hindeuten. Lebensbedrohliche Komplikationen sind selten, aber eine Sepsis ist ein Notfall. Gesund.bund.de nennt als Sepsis-Zeichen außerdem plötzliche Verwirrtheit, Kurzatmigkeit, Fieber mit Schüttelfrost, feuchte Haut durch starkes Schwitzen und starkes Unwohlsein. Sagen Sie am Telefon, dass eine Hautinfektion besteht und welche Zeichen Sie sehen.

Heute zum Arzt ohne Warnzeichen: Rufen Sie gleich in der Praxis an und sagen Sie zum Beispiel „Verdacht auf Wundrose, Fieber seit gestern“. Nehmen Sie den Medikamentenplan mit. Abends, nachts oder am Wochenende hilft die 116117 weiter.

Die Initiative „Deutschland erkennt Sepsis“ bietet kostenlose Schulungsvideos speziell für pflegende Angehörige an. Mehr zur Sepsis im Alter lesen Sie im Beitrag Urosepsis bei alten Menschen.

Verdacht auf Wundrose: Wann 112, wann heute zum Arzt. Sofort 112 bei Zeichen für einen ernsten Verlauf: starke Schmerzen, Fieber mit kaltem Schweiß und Blässe, Übelkeit, schnelle Atmung oder Herzrasen, plötzlich benommen oder verwirrt, plötzliche Atemnot oder Brustschmerz als mögliche Lungenembolie. Heute zum Arzt bei roter, schmerzhafter Schwellung und Fieber ohne diese Zeichen: Hausarztpraxis anrufen und Termin am selben Tag, abends, nachts und am Wochenende 116117, Medikamentenplan mitnehmen, Fieber messen und mit Uhrzeit notieren. Am Telefon sagen, dass es eine Hautinfektion gibt und welche Warnzeichen Sie sehen. Quellen: gesundheitsinformation.de (IQWiG), gesund.bund.de.

Wie wird eine Wundrose behandelt?

Eine Wundrose wird mit Antibiotika wie Penicillin behandelt. Bei leichteren Infektionen reichen Tabletten, sonst läuft das Antibiotikum über einen Tropf direkt in die Vene.

Meist erkennt die Ärztin die Wundrose schon an den typischen Zeichen. Weitere Untersuchungen sind in der Regel nicht nötig. Häufig umrandet sie den geröteten Bereich mit einem Stift. So sehen alle, ob die Rötung zurückgeht und das Antibiotikum wirkt. Wischen Sie die Linie beim Waschen nicht weg.

Welches Antibiotikum passt, hängt unter anderem vom vermuteten Erreger ab. Lassen Sie sich in der Praxis oder Apotheke genau erklären, wie Ihr Vater die Tabletten nehmen soll. Die richtige Einnahme ist entscheidend, damit sie wirken und keine Resistenzen entstehen. Muss er ins Krankenhaus, ist mit etwa einer Woche zu rechnen. Für die Zeit danach hilft der Beitrag Krankenhausentlassung gut vorbereiten.

Was die Ärzte zusätzlich empfehlen:

  • die Schwellung kühlen und feuchte antiseptische Umschläge anlegen
  • das Bein hochlegen, häufig wird sogar Bettruhe empfohlen
  • bei einer Gesichtsrose möglichst wenig sprechen und kauen
  • gegen Schmerzen und Fieber entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen, bei älteren Menschen nur nach Rücksprache mit der Ärztin

Bei älteren Menschen klären Sie jedes Schmerzmittel vorher mit der Ärztin ab, besonders wenn sie viele Medikamente nehmen, Gerinnungshemmer brauchen oder schwache Nieren haben.

Ohne Behandlung kann es zu schwerwiegenden Komplikationen kommen: einer Blutvergiftung oder dauerhaft geschädigten Lymphgefäßen. Bei einer Infektion im Gesicht kann es sehr selten zu einer Hirnhautentzündung oder einem Blutgerinnsel in den Hirngefäßen kommen.

Wer ist besonders gefährdet?

Gefährdet sind vor allem Menschen mit Hautschäden, die den Bakterien eine Eintrittspforte bieten, und Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Lymphabflussstörungen. Hohes Alter allein nennen die Quellen nicht als Risikofaktor, die typischen Erkrankungen des Alters aber schon.

Eintrittspforten laut IQWiG:

  • Hauterkrankungen wie Fußpilz, Neurodermitis oder Borkenflechte
  • Wunden und Geschwüre, etwa ein offenes Bein (Ulcus cruris)
  • Verletzungen, Insektenstiche, Tierbisse, Operationen

Vorerkrankungen und Medikamente:

  • Diabetes, siehe Diabetes-Folgeerkrankungen vermeiden
  • Lymphabflussstörungen, Durchblutungsstörungen und Venenschwäche
  • dauerhaft geschwollene Beine, siehe Ödeme im Alter
  • starkes Übergewicht
  • ein geschwächtes Immunsystem, etwa durch Kortison oder bestimmte Krebsmedikamente
  • eine frühere Wundrose oder Phlegmone

Zum Fußpilz: Er tritt vor allem zwischen den Zehen auf, kann Risse in der Haut machen und ist bei älteren Menschen häufiger als bei jüngeren. Dass sich ein Fußpilz bakteriell infiziert, ist laut IQWiG aber sehr selten und betrifft nur einen ausgeprägten Fußpilz. Behandeln lohnt sich trotzdem, meist reichen rezeptfreie Cremes, Gels oder Sprays aus der Apotheke.

Rückfällen vorbeugen

Rund ein Drittel der Menschen, die schon einmal eine Wundrose hatten, erkrankt erneut, auch wenn die erste Wundrose erfolgreich behandelt wurde und abgeheilt war. Vorbeugen heißt vor allem: Hautschäden vermeiden und die Ursache behandeln lassen.

Was Sie im Alltag tun können:

  • Füße täglich anschauen, auch zwischen den Zehen und an der Sohle. Ein Handspiegel hilft. Bei Diabetes empfiehlt diabinfo, dass Pflegende täglich auf Hautveränderungen achten.
  • Füße nach dem Duschen gut abtrocknen, auch zwischen den Zehen.
  • Fußpilz oder Neurodermitis behandeln lassen, wenn sie zur Infektion beigetragen haben. Das kann das Rückfallrisiko senken.
  • Gute Fußpflege bei Diabetes und Durchblutungsstörungen, denn hier verletzt man sich an Füßen und Beinen leichter. Mehr im Beitrag Diabetischer Fuß und Fußpflege. Die Podologin ist aber keine Ansprechpartnerin für eine akute Wundrose: Entzündungen behandelt die Ärztin.
  • Wunden zügig versorgen lassen. Bei offenen Stellen ist das Sache von Arzt oder Pflegedienst, siehe Wundversorgung zu Hause.

Lymphödem und Kompression. Nach einer Wundrose können die Lymphgefäße so geschädigt sein, dass ein dauerhaftes Lymphödem entsteht. Das erhöht wiederum das Risiko einer neuen Infektion. Ein bestehendes Lymphödem gehört in ärztliche Behandlung, dazu können Lymphdrainage und Kompression gehören, nur nach Verordnung. Als Vorbeugung gegen die Wundrose selbst nennen die Wundrose-Quellen die Kompression nicht. Und während einer akuten schweren Wundrose darf die Entstauungstherapie nicht oder nicht vollständig angewendet werden. Lymphdrainage und Kompressionsstrümpfe also nur in Absprache mit der Ärztin.

Vorbeugende Antibiotika. Kommt es trotzdem immer wieder zu Rückfällen, kann die Ärztin niedrig dosiertes Penicillin vorschlagen, täglich für bis zu zwölf Monate oder alle 14 Tage als Spritze. In Studien bekamen innerhalb von drei Jahren nach Scheinmedikament (Placebo) 43 von 100 Personen eine neue Hautinfektion, nach Penicillin 32 von 100. Nebenwirkungen traten nicht häufiger auf als mit Placebo. Ob das für Ihre Mutter passt, entscheidet die Ärztin.

Was eine Betreuungskraft tun kann und was nicht

Eine Betreuungskraft im Haushalt sieht die Haut beim Waschen und Anziehen jeden Tag. Sie kann eine neue Rötung, Fieber oder Unruhe früh bemerken und sofort melden.

Ihre Aufgabe ist Beobachten und Weitergeben: Sie misst Fieber, notiert es mit Uhrzeit, ruft bei Warnzeichen 112 und informiert Sie und die Hausarztpraxis. Wunden versorgen, Umschläge nach ärztlicher Anordnung anlegen oder Spritzen geben ist Behandlungspflege. Das übernimmt ein ambulanter Pflegedienst auf ärztliche Verordnung. Eine Betreuungskraft ist keine Pflegefachkraft. Was sie leisten darf, erklärt der Beitrag 24-Stunden-Betreuung: was sie wirklich bedeutet.

Bei Omelia kostet die Betreuung je nach Deutschkenntnissen 2.699 € (ohne Deutsch) bis 3.399 € (C1 bis C2) je 30 Tage, zuzüglich Kost und Logis. Omelia ist kein nach § 45a SGB XI anerkanntes Angebot, der Entlastungsbetrag lässt sich dafür also nicht nutzen.

Häufige Fragen

Ist eine Wundrose ansteckend?

Nein. Laut IQWiG sind weder Wundrose noch Phlegmone ansteckend. Sie können Ihren Angehörigen ganz normal pflegen und berühren.

Wie erkenne ich eine Wundrose am Bein?

An einer schmerzhaften, relativ scharf begrenzten Schwellung, die auf heller Haut hellrot glänzt und zungenförmige Ausläufer haben kann. Oft kommen schon zu Beginn Fieber und Krankheitsgefühl dazu. Auf dunkler Haut ist die Rötung manchmal kaum zu sehen.

Ist es eine Wundrose oder eine Thrombose?

Das lässt sich an den Beschwerden nicht sicher unterscheiden, denn auch eine Thrombose kann warme, gerötete Haut machen. Lassen Sie ein rotes, geschwollenes Bein noch am selben Tag ärztlich untersuchen. Bei plötzlicher Atemnot oder Brustschmerz wählen Sie 112.

Was ist der Unterschied zur Gürtelrose?

Die Gürtelrose wird von Viren ausgelöst und zeigt Bläschen in einem Streifen, meist auf einer Körperhälfte am Rumpf. Die Wundrose ist eine bakterielle, flächige Schwellung, meist am Unterschenkel. Die Gürtelrose ist für Menschen ohne Windpocken ansteckend, die Wundrose nicht.

Wann muss ich bei einer Wundrose den Notruf wählen?

Bei starken Schmerzen, Fieber mit kaltem Schweiß und Blässe, Übelkeit, schneller Atmung, Herzrasen, Benommenheit oder Verwirrtheit. Dann sofort 112. Ohne diese Zeichen am selben Tag in die Hausarztpraxis oder unter 116117 den Bereitschaftsdienst anrufen.

Wie lange dauert eine Wundrose?

Eine feste Dauer nennen die Quellen nicht. Wird sie im Krankenhaus behandelt, ist mit etwa einer Woche Aufenthalt zu rechnen. Die Stiftlinie am Rand der Rötung zeigt, ob das Antibiotikum wirkt.

Warum kommt die Wundrose immer wieder?

Rund ein Drittel erkrankt erneut, auch nach erfolgreicher Behandlung. Mögliche Ursachen sind Hauterkrankungen wie Fußpilz, Durchblutungsstörungen, Venenschwäche oder ein Lymphödem. Die Ärztin sucht nach der Ursache und kann bei häufigen Rückfällen vorbeugend Penicillin vorschlagen.

Darf eine Betreuungskraft die Wundrose versorgen?

Nein. Eine Betreuungskraft beobachtet die Haut, misst Fieber und meldet Veränderungen sofort. Wundversorgung und Umschläge auf ärztliche Anordnung sind Behandlungspflege und gehören zum Pflegedienst.

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Quellen

Stand: Oktober 2026.

Geschrieben von

Maria Hoffmann

Pflegefachberaterin · Examinierte Altenpflegerin

Examinierte Altenpflegerin mit 15 Jahren Erfahrung in der ambulanten Pflege. Schwerpunkt: Demenz, Mobilität und Alltag mit Pflegebedürftigen.

  • Demenz-Pflege und Verhalten bei kognitiven Einschränkungen
  • Mobilität, Transfer und Sturz-Prävention
  • Pflege nach Schlaganfall und in der Reha-Phase
  • Alltag und Kommunikation mit pflegebedürftigen Angehörigen
  • Zusammenarbeit zwischen Familie und Betreuungskraft
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