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Neurologische & Spezielle Pflege 10 Min. Lesezeit

Schlafstörungen im Alter: Ursachen, Hilfe, Schlafmittel

Schlafstörungen im Alter sind häufig, aber nicht normal. Ursachen, was nachweislich hilft (KVT-I), Melatonin, warum Schlafmittel für Ältere riskant sind.

„Ich schlafe einfach nicht mehr durch.“ Diesen Satz höre ich von älteren Menschen sehr oft. Oft liegt dann schon eine Schlaftablette auf dem Nachttisch.

Schlecht zu schlafen ist im Alter häufig: Bei den über 60-Jährigen hat Schätzungen zufolge jede oder jeder Zweite Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen. Normal ist das trotzdem nicht. Dieser Beitrag erklärt, was sich am Schlaf im Alter wirklich verändert, welche Ursachen dahinterstecken, was nachweislich hilft und warum Schlafmittel für Ältere riskant sind.

Auf einen Blick

  • Der Schlaf wird kürzer und leichter, der Schlafbedarf sinkt aber nicht automatisch. Regelmäßige Ein- oder Durchschlafprobleme sind in keinem Alter normal.
  • Häufige Ursachen: nächtlicher Harndrang, Schmerzen, Schlafapnoe, Restless Legs, Depression, Medikamente, Alkohol.
  • Erste Wahl ist die kognitive Verhaltenstherapie (KVT-I), nicht die Tablette. Es gibt sie auch als App auf Rezept.
  • Schlafmittel wie Benzodiazepine und Z-Substanzen höchstens vier Wochen, nie abrupt absetzen.
  • Rezeptfreie Schlaftabletten mit Doxylamin oder Diphenhydramin sind für Ältere potenziell ungeeignet.
  • Zum Arzt, wenn die Probleme länger als vier Wochen anhalten und den Tag beeinträchtigen.

Wie sich Schlaf im Alter verändert

Im Alter wird der Schlaf leichter, unruhiger und etwas kürzer. Ältere Menschen brauchen aber im Allgemeinen nicht weniger Schlaf als jüngere Erwachsene, so das Gesundheitsportal des Bundesgesundheitsministeriums.

Der Anteil des Tiefschlafs nimmt ab, die Phasen leichten Schlafs werden länger, und man wacht nachts öfter bewusst auf. Viele ältere Menschen gehen früher ins Bett und wachen morgens früher auf. Fachleute sprechen von einer Vorverlagerung des Schlaf-Wach-Rhythmus. Tageslicht, Aktivität und Kontakte werden als Taktgeber wichtiger, weil die innere Uhr im Alter weniger stabil läuft.

Zur Orientierung: Gesunde 80-Jährige schlafen laut IQWiG meist etwa 6 Stunden pro Nacht. Das ist ein Durchschnitt, kein Maßstab für Ihre Mutter. Bis zum Einschlafen eine halbe Stunde zu brauchen, ist normal. Entscheidend ist, wie sie sich tagsüber fühlt. Wer tagsüber ständig müde ist oder einnickt, sollte das abklären lassen, denn ausgeprägte Tagesschläfrigkeit gehört nicht zum normalen Altern.

Wann ist es eine Schlafstörung? Von einer Schlafstörung spricht man, wenn Schlafprobleme an mindestens drei Nächten pro Woche über mindestens einen Monat bestehen und die Lebensqualität oder Leistungsfähigkeit leidet.

Die häufigsten Ursachen

Hinter schlechtem Schlaf im Alter steckt meist eine konkrete Ursache: eine Krankheit, Beschwerden in der Nacht, ein Medikament oder Gewohnheiten am Tag. Deshalb steht am Anfang die Suche nach dem Grund, nicht das Schlafmittel.

Nächtlicher Harndrang (Nykturie)

Laut einer Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Urologie von 2016 ist die Nykturie die häufigste Ursache von Schlafstörungen. Nach älteren Studien müssen mehr als 60 Prozent der Menschen ab 70 nachts zwei Mal oder öfter zur Toilette. Nykturie ist keine eigene Krankheit, sondern ein Symptom: etwa einer überaktiven Blase, einer vergrößerten Prostata, einer Herzschwäche, von Diabetes, Harnwegsinfekten oder einer Schlafapnoe.

Was hilft: Trinken Sie mit Ihrem Vater nicht weniger, sondern anders verteilt, sofern die Ärztin keine Trinkmenge vorgegeben hat. Mehr am Vormittag, abends etwas weniger. Die Tagesmenge zu kürzen ist riskant, weil Austrocknung ein Delir begünstigt. Ob harntreibende Tabletten zu einer anderen Uhrzeit eingenommen werden können, klärt die Hausärztin. Mehr dazu im Beitrag Inkontinenz zu Hause pflegen.

Schlafapnoe

Eine Schlafapnoe kommt bei etwa 25 Prozent der über 60-Jährigen vor. Typisch sind lautes Schnarchen mit Atemaussetzern, Tagesmüdigkeit und nächtlicher Harndrang. Bei Älteren zeigt sie sich oft eher unspezifisch: Konzentrationsprobleme, nächtliche Unruhe, Neigung zu Stürzen.

Wichtig: Schlaf- und Beruhigungsmittel und Alkohol lassen die Atemmuskulatur erschlaffen und können die Atemaussetzer verstärken. Oft bekommt man in der Praxis zuerst ein tragbares Messgerät für zu Hause, das Schlaflabor folgt bei Auffälligkeiten. Gut behandelbar ist eine schwere Schlafapnoe mit der CPAP-Therapie, und das Alter allein spricht nicht dagegen.

Schmerzen, Restless Legs und andere Krankheiten

Chronische Schmerzen, häufig durch Arthrose, halten wach. Das Restless-Legs-Syndrom wird mit dem Alter häufiger: Die Beine kribbeln abends in Ruhe und werden erst durch Bewegung besser. Bei Menschen mit Gedächtnisproblemen wird es leicht als allgemeine Unruhe verkannt. Auch Herz- und Lungenkrankheiten, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen und eine chronische Nierenschwäche können den Schlaf stören.

Depression, Medikamente und Alkohol

Schlafprobleme können mit Angststörungen und Depressionen zusammenhängen, und anhaltende Schlafstörungen erhöhen das Risiko für eine Depression. Woran man eine Depression im Alter erkennt, steht im Beitrag Altersdepression erkennen.

Auch Medikamente stören den Schlaf, zum Beispiel manche Antidepressiva, Betablocker, Kortison und entwässernde Mittel. Wer mehrere Arzneimittel nimmt, sollte sie gemeinsam prüfen lassen; ab drei verordneten Mitteln besteht Anspruch auf einen Medikationsplan. Siehe Polymedikation im Alter. Alkohol macht zwar müde, verschlechtert aber den Schlaf. Älteren Menschen wird geraten, keinen Alkohol zu trinken, vor allem wenn sie Medikamente nehmen.

Was nachweislich hilft: KVT-I zuerst

Die wirksamste Behandlung ohne Tabletten ist die kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie (KVT-I). Die deutsche Leitlinie Insomnie (Update 2025) und die europäische Leitlinie nennen sie laut DGSM Therapie der ersten Wahl, und sie wirkt auch im höheren Lebensalter.

Besser schlafen im Alter: was hilft nachweislich. Erste Wahl: KVT-I, kognitive Verhaltenstherapie bei Schlafstörungen, laut Leitlinie Therapie der ersten Wahl, auch im Alter wirksam. Meist 4 bis 6 Wochen, etwa eine Sitzung pro Woche. Einzeln, in der Gruppe oder als App auf Rezept (DiGA). Erster Schritt: Hausarztpraxis oder psychotherapeutische Sprechstunde. Empfohlen als Basis: feste Zeiten zum Schlafengehen und Aufstehen. Tagsüber Tageslicht, abends kein helles Licht. Nickerchen höchstens 30 Minuten. Erst bei Müdigkeit ins Bett, nach 15 bis 30 Minuten wach wieder aufstehen. Koffein nur vor dem Mittagessen. Schlafzimmer dunkel, ruhig, 16 bis 18 Grad. Schlafhygiene allein ist noch keine KVT-I. Nicht belegt: dass pflanzliche Mittel eine Schlafstörung lindern oder Bewegung Schlafprobleme spürbar bessert. Quellen: IQWiG, gesund.bund.de, DGSM.

Was KVT-I ist. Die Therapie verbindet Gespräche über belastende Gedanken rund ums Schlafen mit festen Techniken: Entspannung, Schlafhygiene, Reizkontrolle (das Bett nur zum Schlafen nutzen, aufstehen, wenn man wach liegt) und eine Begrenzung der Zeit im Bett auf die tatsächliche Schlafdauer. In den meisten Studien dauerte sie 4 bis 6 Wochen mit etwa einer Sitzung pro Woche. Die Teilnehmenden schliefen etwas schneller ein, etwas länger und wachten seltener auf. Am besten sprechen Einschlafstörungen an, bei Durchschlafproblemen ist der Effekt kleiner.

Wo es sie gibt. Erste Anlaufstelle ist die Hausarztpraxis. Psychotherapeutische Praxen bieten Sprechstunden an, ohne Überweisung; Termine vermittelt die Terminservicestelle unter 116117. KVT-I gibt es auch als digitale Gesundheitsanwendung (DiGA): Ärztin, Arzt oder Psychotherapeut verordnen sie, die gesetzliche Krankenkasse zahlt. Welche Schlaf-Apps aktuell als DiGA gelistet sind, zeigt das Verzeichnis des BfArM unter diga.bfarm.de. Für eine App braucht Ihre Mutter etwas Übung mit dem Smartphone.

Schlafhygiene ist nicht dasselbe. Gute Gewohnheiten sind die Grundlage, ersetzen aber keine Therapie.

Gute Gewohnheiten für ruhigere Nächte

Feste Zeiten, Tageslicht am Vormittag, ein kurzer Mittagsschlaf und wenig Koffein stützen den Schlaf-Wach-Rhythmus. Sie wirken als Basis, nicht als Wundermittel.

  • Feste Zeiten: jeden Tag etwa zur gleichen Zeit ins Bett und aufstehen, auch am Wochenende.
  • Licht: tagsüber nach draußen, auch an grauen Tagen. Abends helles Licht meiden.
  • Bewegung: tut gut und strukturiert den Tag. Dass sie Schlafprobleme spürbar lindert, ist laut IQWiG allerdings nicht belegt. Direkt vor dem Schlafengehen keinen Sport.
  • Nickerchen: höchstens 30 Minuten, möglichst immer zur gleichen Zeit.
  • Koffein: Kaffee, Schwarztee und Cola nur vor dem Mittagessen. Alkohol und schweres Essen am Abend meiden.
  • Wach liegen: Wer nach 15 bis 30 Minuten noch wach ist, steht auf und geht in ein anderes Zimmer, bis die Müdigkeit kommt. Nachts nicht auf die Uhr schauen.
  • Schlafzimmer: dunkel, ruhig, gut gelüftet, 16 bis 18 Grad. Wenn völlige Dunkelheit verunsichert, hilft ein Nachtlicht, das auch den Weg zur Toilette sicherer macht.

Ein Schlaftagebuch über etwa 14 Tage hilft beim Arztgespräch. Die passende Vorlage: Trink- und Nachtprotokoll als PDF herunterladen (kostenlos, ohne Anmeldung). Hausmittel wie warme Milch oder ein Fußbad schaden nicht, ob sie helfen, ist aber unklar.

Schlafmittel im Alter: die Risiken

Schlafmittel beseitigen nicht die Ursache und sind für ältere Menschen besonders riskant. Starke Mittel wie Benzodiazepine und Z-Substanzen kommen laut IQWiG erst infrage, wenn der Leidensdruck groß ist und andere Behandlungen nicht geholfen haben.

Schlafmittel im Alter: Risiken bei Benzodiazepinen, Z-Substanzen und rezeptfreien Mitteln. Sturz: Gangunsicherheit und höheres Sturzrisiko, gerade beim nächtlichen Gang zur Toilette. Verwirrtheit: Gedächtnis und Denken leiden, vorhandene Gedächtnisstörungen werden verstärkt, Risiko für ein Delir. Abhängigkeit: Gewöhnung schon nach etwa zwei Wochen möglich, auch bei nur einer Tablette täglich (Niedrigdosis-Abhängigkeit). Schlafapnoe: Schlaf- und Beruhigungsmittel können Atemaussetzer im Schlaf verstärken. Rezeptfrei heißt nicht harmlos: Doxylamin und Diphenhydramin stehen auf der PRISCUS-Liste der für Menschen ab 65 potenziell ungeeigneten Arzneimittel, ebenso Benzodiazepine und Z-Substanzen. Benzodiazepine und Z-Substanzen höchstens vier Wochen, einschließlich Ausschleichen. Nach längerer Einnahme nie abrupt absetzen, nur ärztlich begleitet. Quellen: IQWiG, DHS, PRISCUS 2.0, DGSM, gesund.bund.de.

Benzodiazepine und Z-Substanzen

Benzodiazepine (Wirkstoffe enden meist auf „-am“, etwa Lorazepam oder Diazepam) und Z-Substanzen (Zopiclon, Zolpidem) dürfen höchstens vier Wochen eingenommen werden, das Ausschleichen eingerechnet. Bei Älteren führen sie zu Gangunsicherheit, Stürzen, Verwirrtheit und manchmal ungewolltem Urinverlust. Schon nach etwa zwei Wochen kann sich der Körper gewöhnen.

Typisch im Alter ist die Niedrigdosis-Abhängigkeit: Die Wirkung lässt nach, trotzdem bleiben viele über Jahre bei ihrer einen Tablette und werden unbemerkt abhängig. In Deutschland sind etwa 1,2 bis 1,5 Millionen Menschen von Benzodiazepinen und Z-Substanzen abhängig. Mehr dazu im Beitrag stille Sucht im Alter.

Nie abrupt absetzen. Nach längerer Einnahme drohen beim plötzlichen Absetzen Entzugserscheinungen bis hin zu Krampfanfällen oder einem Delir. Die Dosis wird ärztlich begleitet schrittweise verringert, oft über Wochen. Eine Verhaltenstherapie kann das Absetzen erleichtern.

Rezeptfreie Schlaftabletten

In Apotheke und Drogerie gibt es Schlaftabletten mit Doxylamin oder Diphenhydramin ohne Rezept. Beide stehen auf der PRISCUS-Liste, einer Liste von Arzneimitteln, die für Menschen ab 65 potenziell ungeeignet sind: Sie können Denken und Gedächtnis verschlechtern, Schwindel auslösen und bei Männern mit Prostataproblemen die Blasenentleerung stören. Die Liste ist kein Verbot, fragen Sie aber vor dem Kauf ärztlich nach.

Melatonin und pflanzliche Mittel

Melatonin gibt es in zwei Formen. Als Arzneimittel ist es verschreibungspflichtig und nur für ansonsten gesunde Menschen ab 55 Jahren zugelassen. Als Nahrungsergänzungsmittel ist es frei verkäuflich, teils ähnlich hoch dosiert wie das Medikament. Wie gut Melatonin hilft, ist laut IQWiG noch unklar. Es kann Kopfschmerzen oder Unruhe auslösen und verträgt sich nicht mit allen Medikamenten. Bei Demenz zeigte es in Studien keine Wirkung.

Für pflanzliche Mittel wie Baldrian, Melisse oder Hopfen gibt es keine Belege, dass sie eine Schlafstörung lindern. Einige vertragen sich nicht mit anderen Beruhigungsmitteln.

Wann Sie zum Arzt sollten

Ärztlich abklären sollte man Schlafprobleme, die länger als vier Wochen anhalten und den Tag beeinträchtigen. Dann sucht die Hausärztin nach Krankheiten und Medikamenten, die den Schlaf stören, und überweist bei Bedarf zum Schlafspezialisten.

Gehen Sie auch früher zur Ärztin, in diesen Fällen:

  • lautes Schnarchen mit Atempausen oder starke Tagesmüdigkeit
  • kribbelnde, unruhige Beine am Abend
  • häufiger nächtlicher Harndrang, Schmerzen in der Nacht
  • gedrückte Stimmung, Rückzug
  • vor jeder Einnahme oder Änderung von Schlafmitteln

Plötzlich neue Verwirrtheit oder Unruhe in der Nacht kann ein Delir sein. Das gehört zeitnah ärztlich abgeklärt, siehe Delir erkennen. Bei Demenz gelten eigene Regeln, siehe nächtliche Unruhe bei Demenz und Sundowning bei Demenz.

Bringen Sie Schlaftagebuch und Medikationsplan mit. Zu Atempausen und nächtlicher Unruhe können Angehörige oft mehr sagen als die Betroffenen selbst.

Schlaf und Sicherheit in der Nacht

Schlafstörungen erhöhen die Sturzgefahr, vor allem durch nächtliche Toilettengänge und durch Schlafmittel. Ein freier Weg, ein Nachtlicht und rutschfeste Hausschuhe sind einfache Schritte. Mehr im Beitrag Sturzprävention zu Hause.

Was eine Betreuungskraft beitragen kann. Eine Betreuungskraft im Haushalt unterstützt einen festen Tagesablauf mit Spaziergang, Mahlzeiten und Abendroutine, achtet auf das Trinken über den Tag und bemerkt, wie die Nächte verlaufen. Diese Beobachtungen gibt sie an die Familie und die Hausärztin weiter. Über Schlaf- oder Beruhigungsmittel entscheidet sie nicht, und sie ist keine Nachtwache: Auch sie braucht ihre Nachtruhe.

Häufige Fragen

Brauchen ältere Menschen weniger Schlaf?

Im Allgemeinen nicht. Der Schlaf wird im Alter im Schnitt etwas kürzer und leichter, der Schlafbedarf sinkt aber nicht automatisch. Entscheidend ist, ob sich jemand tagsüber erholt fühlt.

Was hilft bei Durchschlafstörungen im Alter?

Zuerst die Ursache suchen, etwa Harndrang, Schmerzen oder Schlafapnoe. Die wirksamste Behandlung ohne Tabletten ist die kognitive Verhaltenstherapie (KVT-I), dazu feste Zeiten, Tageslicht und ein kurzer Mittagsschlaf von höchstens 30 Minuten.

Ist Melatonin für Senioren geeignet?

Als Arzneimittel ist Melatonin verschreibungspflichtig und für ansonsten gesunde Menschen ab 55 zugelassen. Wie gut es hilft, ist unklar. Frei verkäufliche Präparate sollten Sie vorher mit der Hausärztin besprechen, wegen möglicher Wechselwirkungen.

Sind rezeptfreie Schlaftabletten für Ältere harmlos?

Nein. Doxylamin und Diphenhydramin stehen auf der PRISCUS-Liste der für Menschen ab 65 potenziell ungeeigneten Arzneimittel. Sie können Gedächtnis und Gleichgewicht beeinträchtigen.

Wie lange darf man Schlaftabletten nehmen?

Benzodiazepine und Z-Substanzen höchstens vier Wochen, einschließlich der Phase, in der sie ausgeschlichen werden. Nach längerer Einnahme nie abrupt absetzen, sondern ärztlich begleitet schrittweise.

Hilft Bewegung beim Schlafen?

Nicht nachweislich. Bewegung tut gut und gibt dem Tag Struktur. Dass sie Schlafprobleme spürbar lindert, ist laut IQWiG aber nicht belegt. Unmittelbar vor dem Schlafengehen besser keinen Sport.

Warum muss meine Mutter nachts so oft zur Toilette?

Nächtlicher Harndrang ist häufig, aber ein Symptom, etwa einer überaktiven Blase, einer Herzschwäche, von Diabetes oder einer Schlafapnoe. Lassen Sie die Ursache abklären und verteilen Sie das Trinken stärker auf den Vormittag, ohne die Tagesmenge zu kürzen.

Kann eine 24-Stunden-Betreuung beim Schlafproblem helfen?

Sie kann einen festen Tagesablauf mit Licht, Bewegung und Abendroutine stützen und Beobachtungen für die Ärztin sammeln. Sie ersetzt keine Behandlung, entscheidet nicht über Medikamente und ist keine Nachtwache.

Persönliche Beratung

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Quellen

Stand: Oktober 2026.

Geschrieben von

Maria Hoffmann

Pflegefachberaterin · Examinierte Altenpflegerin

Examinierte Altenpflegerin mit 15 Jahren Erfahrung in der ambulanten Pflege. Schwerpunkt: Demenz, Mobilität und Alltag mit Pflegebedürftigen.

  • Demenz-Pflege und Verhalten bei kognitiven Einschränkungen
  • Mobilität, Transfer und Sturz-Prävention
  • Pflege nach Schlaganfall und in der Reha-Phase
  • Alltag und Kommunikation mit pflegebedürftigen Angehörigen
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